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Nachrichten zu Umwelt, Klima und Gerechtigkeit

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Newsletter                                                                            Dezember 2023

Liebe Leser:innen,

eine Minderheit derer, die den Klimawandel leugnet und ihn nicht bekämpfen will, ist gewachsen. Und zwar von fünf auf sieben Prozent aller in der aktuellen Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung Befragten. Hinzu kommen allerdings auch knapp 15 Prozent sogenannte Ambivalente: Sie sind einerseits dafür, die erneuerbaren Energien deutlich schneller auszubauen – finden aber auch, dass die Energiewende viel zu teuer ist, dass sie in die Hände von Experten gehöre, oder dass Anpassung wichtiger sei als Klimaschutz.

Diese Zahlen geben dem Soziologen Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung durchaus zu denken. Er hat mit einer Kollegin die Mitte-Studie mit Blick auf Haltungen zum Thema Klima und Klimaschutz ausgewertet. Das Interview mit ihm auf dem Portal klimafakten.de haben wir unten verlinkt.

Erst vor kurzem zeichneten aktuelle Daten des Copernicus-Instituts der EU ein dramatisches Bild der Klimakrise. Aktuell tagt in Dubai die Weltklimakonferenz - politische Beschlüsse und internationale Zusammenarbeit sind dringend nötig.

Reusswig beschreibt in dem Interview jedenfalls konkrete Forderungen an unsere Politiker:innen in Deutschland. Soviel vorab: Klimapolitik darf seiner Meinung nach nicht zum parteipolitischen Thema gemacht werden, denn sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Dieser Gemeinschaftsaufgabe stellen wir uns auch als Kirche.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Im nächsten Jahr erhalten Sie einen neuen Newsletter. 


Ihr Redaktionsteam:
Annette Piening und Petra Steinert, Umwelt- und Klimaschutzbüro
Ulrike Eder und Judith Meyer-Kahrs, Zentrum für Mission und Ökumene - Nordkirche weltweit
Claudia Ebeling, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

IMPULS
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Ausgerechnet bei den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, kommt das ohnehin zu knappe Geld (Anm. d. Red.: der internationalen Klimaanpassungsfinanzierung) nicht an.“
 
Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt, zur Vorstellung des Anpassungsindexes, der erstmals die Verteilungsgerechtigkeit von internationalen Fonds und Budgets zur Finanzierung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ermittelt.
AKTUELL
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Weltklimakonferenz: Landesbischöfin fordert globales Ende fossiler Energien 
„Gottes Schöpfung ist bedroht. Weltweit bringen zunehmende Klimaextreme menschliches Leben in Gefahr, Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht“, erklärte Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt zur aktuell laufenden Weltklimakonferenz in Dubai. Deshalb sei jeder Beitrag zum Klimaschutz dringend geboten und willkommen. In der Nordkirche konnten im letzten Winter bis zu 60 Prozent des Energieverbrauchs in Kirchen eingespart werden. Die Landesbischöfin dankte allen, die dazu beigetragen haben.
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Ökumenische Petition für mehr Klimaschutz: Jetzt unterzeichnen!
Die Bischöfinnen, der Bischof und die Synodenpräses unserer Kirche haben eine ökumenische Petition unterzeichnet, die von der Bundesregierung effektivere Maßnahmen gegen die Klimakrise fordert. Mehr als 290 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kirche haben sich dieser bereits angeschlossen. Gestartet wurde die Petition auf der Plattform change.org von Ruben Zimmermann, Professor für Neues Testament der Universität in Mainz. Auch Sie können hier unterzeichnen!
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Interview auf klimafakten.de zur Akzeptanz der Energiewende  

Alle zwei Jahre erkundet die sogenannte "Mitte-Studie" extrem rechte Einstellungen in der Gesellschaft. Die aktuelle Ausgabe hat erstmals auch detailliert auf Haltungen zu Klima geschaut. Wie groß ist die gesellschaftliche Mehrheit für Klimaschutz? Was bewegt die Gleichgültigen, was die Gegner? Und wie sollte man mit ihnen umgehen? Ein Interview mit Fritz Reusswig, Mitautor des Klima-Kapitels der Untersuchung.

AUS DEN KIRCHENKREISEN
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Die Gelder sind zweckgebunden für energetische Maßnahmen und für die Ausstattung mit regenerativer Gebäudetechnik“, so Propst Marcus Antonioli auf der Synodentagung im Oktober. In dem Kirchenkreis gibt es eine  PfarrGemeindeHaus-Planung, die festlegte welche Häuser vor Ort in Zukunft vom Kirchenkreis mit Zuschüssen für Investitionen und Bauunterhaltung gefördert werden.

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Der Kirchenkreis will seine Gemeinden dabei unterstützen, dass auf landwirtschaftlich genutzten Flächen mehr für den Natur- und Artenschutz getan wird. Dafür braucht es eine gute Kooperation mit den Pächtern der Flächen, die im Besitz von Gemeinden sind. Dafür hatte der Kirchenkreis einen Leitfaden in Auftrag gegeben, der am Beispiel der Gemeinde Schönwalde zeigt, wie das gehen kann - den "Schönwalder Weg". Dieser wurde vom Land gefördert.

ÖKOFAIRE GEMEINDEN UND EINRICHTUNGEN
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Kirchengemeinde St. Petri Wolgast als ökofair ausgezeichnet
In einem Gottesdienst anlässlich der Eröffnung der Fairen Woche hat die Gemeinde die Auszeichnung in Form einer Urkunde und der Schiefertafel entgegen genommen. Auf Anregung des Frauenkreises, der den Wolgaster Weltladen betreibt, hatte sich die Gemeinde auf den Weg gemacht. "Wir möchten auch mit Menschen außerhalb unserer Gemeinde dazu ins Gespräch kommen" so Pastor Gabriel.
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Neun Kitas im Kirchenkreis Hamburg-Ost ausgezeichnet 
Der Kirchenkreis Hamburg-Ost hat sich zum Ziel gesetzt, nach und nach bis Ende 2025 alle Kitas ökofair auszuzeichnen. Zum Beispiel achten die Kitas auf sicheres, nachhaltiges Spielzeug, oft aus Holz und aus zweiter Hand. Viele haben zudem einen Kitagarten, in dem auch Kräuter angebaut werden, sowie Insekten und Igel unter kommen. Gegessen wird in den meisten Kitas vornehmlich vegetarisch
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Verwaltungsstandorte im Kirchenkreis Hamburg-Ost ausgezeichnet 
Die vier Standorte sind Harburg, Volksdorf und die zwei Gebäude in St. Georg im Steindamm und der Danziger Straße. Dazu gehört auch der Bereich Kita. Alle Standorte setzen auf LED-Technik und Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien; die Standorte Volksdorf und Steindamm zudem auf Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Im Bereich Einkauf sind zum Beispiel vegetarisch-vegane Lebensmittel, fair gehandelte oder mit dem Blauen Engel ausgezeichnete Produkte Standard.  
BILDUNGSANGEBOT
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24. Januar, 17.30 - 19 Uhr: Vom Stromsparen zum Energiemanagement
Online: Wo kann ich einfach und schnell Strom sparen? Was sind die großen Stromfresser? Gebäude-Energiemanagement bedeutet Verbräuche erfassen, auswerten und eine Strategie zum Sparen umsetzen. In dem Online-Workshop lernen Sie erste Schritte, besprechen Hindernisse und Lösungen. Referent:innen: Martin Jürgens und Annette Piening, Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche.
 
EINFACH ERKLÄRT
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Einfach erklärt: Emissionsfaktoren - was ist das eigentlich und was bedeuten sie?

Immer wieder liest man von Einsparzielen und Angaben zu den verursachten Tonnen an Treibhausgasen. Wie man von Energieverbräuchen auf diese Emissionen kommt und warum oft nur von CO2 gesprochen wird, erfahren Sie hier.

AUS DER ÖKUMENE
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Acht Partner aus der Nordkirche und Tansania für mehr Klimaschutz 
Acht Gemeinden und kirchliche Einrichtungen aus der Nordkirche und aus Tansania sind jetzt gemeinsam auf dem Weg: Sie wollen ihren Energieverbrauch reduzieren, anders mobil sein oder ihren Einkauf ökologischer ausrichten. Beim Projekt "Church Climate Action Partnerships", das vom Zentrum für Mission und Ökumene und der East of Lake Victoria Diözese in Tansania initiiert worden ist, werden sie kompetent beraten und begleitet. Sie werden sich nun regelmäßig austauschen und gemeinsam fortbilden.
ZUM NACHLESEN
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Podcast der Evangelischen Friedensarbeit: Klimagerechter Frieden

Auf Spotify, Deezer oder YouTube: Ein Podcast über die Zusammenhänge von Klimawandel, Militär und Konflikten. Denn Kriege hinterlassen verbrannte Erde, Munitionsreste verbleiben jahrzehntelang in Meeren und Landflächen. Militärfahrzeuge verbrauchen riesige Mengen Treibstoff. Etwa fünf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen gehen auf das Konto des Militärs. In sieben Folgen kommen Menschen aus der Forschung, Kirche und Gesellschaft sowie Betroffene und Aktivist:innen zu Wort.

NEU VOR ORT
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Julia Ramackers neue Koordinatorin für Ökofaire Einrichtungen der Nordkirche

Als Teil des Umwelt- und Klimaschutzbüros der Nordkirche ist sie zuständig dafür unsere kirchlichen Einrichtungen auf ihrem Weg zur Zertifizierung als "ökofair" zu beraten. Außerdem arbeitet sie in der AG Zukunftsfähiges Wirtschaften mit. Die studierte Kulturwirtin war zuvor viele Jahre als Sprecherin und Ökumene-Beauftragte der Evangelischen Studierendengemeinden in Passau aktiv. Sie arbeitete bereits als Nachhaltigkeitsberaterin.

Hier geht es zu ihrem Kontakt.

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Umwelt- und Klimaschutzbüro der Nordkirche
Jan Christensen
Redaktion: Claudia Ebeling
Wichmannstraße 4, Haus 10 Nord
22607 Hamburg
Deutschland

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klimaschutz@umwelt.nordkirche.de
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